300

for the sake of fuck: ein durchtrainierter, nackter männerkörper ist nicht automatisch homoerotisch. einige leute sind zu dumm diese einfache tatsache zu raffen oder wollen es absichtlich anders sehen…

worum es geht?

300

300 ist ein kinofilm nach einer comicvorlage von frank miller und gedreht von zack snyder.

wer keine ahnung hat wovon ich rede sollte sich die trailer anschauen bevor er hier weiterliest.

300 ist ein film mit style. fuck yeah!

ohne dämliche story, ohne nervige liebesgeschichte und ohne süße kleine kinder die einem den tag versauen. dafür kommt er mit jeder menge gemetzel welches herrlich in bilder umgesetzt und mit einigen antiken mutanten verschönert wurde daher. der streifen beginnt zwar etwas langsam, aber so nach 20 minuten wird sehr schnell jeder versuch einen bodycount zu erstellen durch die schiere menge an toten menschen verhindert.

der film ist ein visuelles meisterwerk und jeder sollte es eigentlich gesehen haben. und wer den film gesehen hat und eine andere meinung hat kann gleich nach frankreich gehen.

und warum dann dieser rant?

ganz einfach: einige leute werfen dem film starke homoerotische tendenzen vor.

und ehrlich, ich bin zwar ein cleveres kerlchen, aber ich raffte es nicht. ich hab 300 extra ein drittes mal angeschaut weil ich es nicht in meinen schädel bekommen konnte was diese selbsternannten kritiker in den sogenannten renommierten zeitungen meinten.

nur weil durchtrainierte männer in spärlichen rüstungen sich gegenseitig die gliedmassen abtrennen und sich zu tausenden auf extrem blutig umbringen macht es den streifen doch nicht gleich zu einem schwulenfreundlichen film. ich meine, wenn ein schwuler den film sieht, dann darf er sich ja gerne an den durchtrainierten und oben ohne kämpfenden kriegern erfreuen. kann ich ja auch voll nachvollziehen. aus ‘nem ähnlichen grund schau ich mir damenvolleyball an. aber trotzdem komme ich nicht auf die idee zu behaupten, dass damenvolleyball eine parabel für das ausleben der gleichgeschlechtlicher liebe von frauen vor der kamera ist.
auch wenn es sich ein teil von mir sicher wünscht.

aber nach dem zweiten drittel des dritten mal anschauen dämmerte es mir: xerxes, der böse, der anführer des perserheers, der kommt voll klischeehaft schwul rüber. so mit rasierten augenbrauen, voller schmuck und piercings. allerdings ist er ziemlich alleine in dem film und keiner scheint ihn zu mögen.

vielleicht ist er deshalb so aggressiv und will die ganze welt beherrschen.

ich dachte nur: zum glück leben wir seit dem tod von hitler in modernen zeiten und jeder kann so sein wie er will. so ohne gleich einen riesigen krieg anzufangen.

und da dämmert es mir langsam: vielleicht sind doch noch nicht alle menschen im heute angekommen. vielleicht interpretieren die journalisten da etwas aus unterdrückten gefühlen und unterschwelligen bedürfnissen in den film, was sie zwar gerne hätten, aber was nicht wirklich da ist.

projektion und so… …fragt mal euren psychologen!

fazit:

  • wer schwul ist, irgendwo eine kritik gelesen hat die 300 homoerotik unterstellt und diesen film nun unbedingt deshalb sehen möchte sollte lieber einen hardcore-streifen nach persönlicher präferenz ausleihen. 300 wird auf euch eine ähnliche wirkung haben wie kate beckinsale in underworld bei mir hatte: die war sehr sexy im lederkostüm, aber ich war danach unbefriedigt rattig.
  • wer dem film homoerotik unterstellt sollte endlich mal damit aufhören selbst unterdrückt homosexuell zu sein. oder nach frankreich ziehen, ffs.
  • der große rest sollte sich an dem stylishen gemetzel erfreuen.

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